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Schreib es nieder.

Schreiben. Ohne Ablenkung. Ohne Fortmatvorgaben. Ohne Grenzen.
Ja, ich habe gelernt, dass das offensichtlich der Wunsch eines jeden Journalisten zu sein scheint. Doch in meiner Welt, in der ein Projekt das nächste jagt und Prüfungstermine auch mit der Zeit gehen, also näherkommen, ist Zeit zum Schreiben ohne Ablenkung eher ein Traum als Realität. Markdown soll das ändern!

Gewohnheitstier.
Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht. Also: Ich kenne Markdown nicht, ich will Markdown nicht. Das war mein erster Gedanke. Ich bin ein Gewohnheitstier und diese änderen per Definition ihr Verhalten eher ungern oder garnicht. Für mich war es schon eine schwerer Schritt bei Word von Windows auf MacOS umzusteigen. Ist man allerdings, so wie ich, gezwungen sich auf Neues einzulassen, dann bringen alle Definitionen nichts und man muss über seinen eigenen Schatten springen. Mit den Worten des Vortragenden im Ohr, *wenn ihr das erst einmal gewohnt seid, dann ist Word ein Witz dagegen*, stürtze ich mich vor etwa einem Monat in das Experiment.

Versuchsaufbau.
Nun gut, auf Empfehlung installiere ich das Plug-In WP Markdown Live und versuche damit einige Artikel zu schreiben. Nachdem ich beim Installieren von meist sinnlosen Plug-Ins durchaus dazugelernt habe, stellt das Aktivieren schon lange kein Problem mehr da. Doch den neuen Aufbau des Fensters, in dem man den Bericht eintippt, muss ich mich erst gewöhnen. (Ich tue es bis jetzt noch nicht.)
Der Aufbau des Eingabefensters: Links tippt man, angeblich ungestört, seinen Text ein. Klickt man darüber auf *preview*, erscheint rechts die Vorschau und man sieht die Formatierung des Textes.

Ablenkung olé.
Mir wurde in der Lehrveranstaltung versprochen, wenn ich Markdown nutze, dann kann ich ungestört an meinen Texten arbeiten. Doch ich vermute, dass die Definition zwischen HTML-affinen Menschen und mir unterschiedlich sind. Ich verstehe darunter, dass ich gedanklich nicht abgelenkt werde, aber ohne Probleme meinen Text formatieren kann, egal ob während des Schreibens oder im Nachhinein.
Technik- und HTML-Affine verstehen darunter wohl genau das Gegenteil. Nämlich ungestört schreiben und nebenher in HTML-Sprache die Formatierung hinzufügen. Dieses Fähigkeit zähle ich nicht zu meinen Fachgebieten und so sind mir doch benutzerfreundliche Oberflächen lieber. Davon abgesehen, ist es für mich ein Rätsel wie ich Anführungsstriche oder Ähnliches mache, ohne das ich sofort eine halbfertige Zeile in HTML-Sprache schreibe, die WordPress sowieso nicht umsetzen kann.
Und das Argument, dass man nicht abgelenkt wird, würde ich zumindest bei diesem Plug-In stark wiedersprechen, da ich im Web-Browser aktiv bin und der Facebook- bzw. Youtube-Button doch sehr verlockend sind.

Und ja ich weiß, dass es spezielle Markdown-Programme gibt, die offline arbeiten und somit die Chance bieten, wahre Konzentration aufzubauen. Ob, ich mich darauf einlasse, nach meinem ersten Markdown-Rückschlag, muss ich mir noch gut überlegen. Mit Word war ich bis jetzt auch ganz zufrieden.

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Thema von Anders Norén

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